Sicherungsempfehlungen gegen Einbruch: Wie man sich und seine Besitztümer schützt

Einführung

Ein Einbruch ist nicht nur ein Eingriff in die Privatsphäre, sondern auch eine potenzielle Bedrohung für Sie und Ihre Familie. Um Ihre Sicherheit und die Ihrer Lieben zu gewährleisten, ist es entscheidend, sich mit den nötigen Präventivmaßnahmen auszustatten. Dieser Artikel basiert auf den Empfehlungen des Polizeipräsidiums München und bietet konkrete, leicht umsetzbare Vorschläge, um sich wirksam gegen Einbrüche zu schützen.

Was macht ein Zuhause attraktiv für Einbrecher?

Die Täter eines Einbruchs haben es hauptsächlich auf hochwertigen Schmuck, Bargeld und leicht zu transportierende elektronische Ausstattung abgesehen. Einbrecher hoffen auf lohnende Beute und nutzen günstige Gelegenheiten aus. Sie dringen häufig über unzureichend gesicherte Türen, Fenster und Terrassentüren ein und verwenden einfaches Hebelwerkzeug oder körperliche Gewalt, um Zugang zu erhalten.

Häufig finden Einbrüche tagsüber statt, wenn niemand zu Hause ist, zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden. In der dunklen Jahreszeit nutzen Einbrecher oft die frühe Dämmerung aus.

Wie kann man sich schützen?

Mechanische Sicherungen

Die beste Abwehr gegen Einbrüche sind robuste mechanische Sicherungen. Zu diesen gehören einbruchhemmende Türen und Fenster, die durch eine unabhängige Prüfstelle zertifiziert wurden. Geprüfte, einbruchhemmende Türen der Widerstandsklasse RC2, nach DIN EN 1627, bieten einen guten Einbruchschutz. Dasselbe gilt für Fenster und „Fenstertüren“ der gleichen Widerstandsklasse. Sollte der Einbau solcher Sicherungen nicht möglich sein, kann der Einbruchschutz nachträglich verbessert werden. Dabei sind die richtige Abstimmung der Elemente und eine fachgerechte Montage entscheidend.

Beleuchtung

Licht kann Einbrecher abschrecken, insbesondere in einsehbaren Bereichen. Hier sollte eine ausreichende Beleuchtung vorgesehen werden, die über automatische Lichtschaltgeräte, Dämmerungsschalter oder Zeitschaltuhren betrieben wird. Zudem können Funksteckdosen dazu genutzt werden, das Licht bei verdächtigen Geräuschen bequem aus der Entfernung einzuschalten.

Anwesenheitssimulation

Um den Eindruck einer ständigen Anwesenheit zu erzeugen, gibt es viele Möglichkeiten. Hilfsbereite Nachbarn können beispielsweise während einer längeren Abwesenheit Post einsammeln und sich um Tiere oder Pflanzen kümmern. Technische Hilfsmittel wie Zeitschaltuhren, TV-Simulatoren oder Smart-Home-Systeme können ebenfalls eingesetzt werden, um eine Anwesenheit zu simulieren.

Einbruchmeldeanlagen

Als Ergänzung zu den mechanischen Schutzmaßnahmen und Verhaltenshinweisen wird die Installation einer Einbruchmeldeanlage empfohlen. Dabei sollte die Anlage so ausgelegt sein, dass ein Einbruch möglichst früh gemeldet wird. In die elektrische Überwachung sollte ein vorhandenes Wertbehältnis mit einbezogen werden.

Fazit

Es besteht immer das Risiko eines Einbruchs. Dennoch können Sie durch eine Kombination aus mechanischer Sicherheit, Beleuchtung, Anwesenheitssimulation und Einbruchmeldeanlagen wirksam gegen Einbrüche schützen. Jeder einzelne dieser Punkte trägt zur allgemeinen Sicherheit bei und kann dazu beitragen, dass Sie und Ihre Familie sich in Ihrem Zuhause sicher fühlen. Es ist wichtig zu beachten, dass wirkungsvoller Schutz keineswegs bedeutet, dass Ihr Haus oder Ihre Wohnung zu einer „Festung“ ausgebaut werden müssen. Ein ausgewogenes Zusammenspiel von technischen und organisatorischen Maßnahmen ist der Schlüssel zu einer effektiven Prävention gegen Einbrüche.

Insgesamt gesehen, ziehen Einbrecher Häuser vor, die einfache Ziele bieten: mangelnde Sicherheitsmaßnahmen, offensichtliche Anzeichen von Abwesenheit, wertvolle sichtbare Gegenstände, schlechte Beleuchtung und Isolation. Daher ist es wichtig, diese Faktoren zu berücksichtigen und geeignete Schritte zur Abschreckung von Einbrechern zu unternehmen.

Wenn Sie in Bayern leben und Hilfe bei der Verbesserung der Sicherheit Ihres Zuhauses benötigen, können Sie sich an die Beratungsstellen der Polizei wenden. Dort erhalten Sie eine persönliche Beratung und Informationen über geprüfte, einbruchhemmende Produkte. Das Bayerische Landeskriminalamt stellt auch Listen mit Fachfirmen für Überfall- und Einbruchmeldeanlagen sowie mechanische Sicherungseinrichtungen zur Verfügung.

Die Verzeichnisse und eine Liste der Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen können Sie auch online einsehen:

Bei Fragen oder zur Vereinbarung eines persönlichen Beratungstermins können Sie sich an das Polizeipräsidium München, K 105, Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle – Technische Prävention wenden.

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