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Neue Zinsregeln der Bafin: Wer jetzt beim Immobilienkauf profitiert

Verfasst von
Lucas Peter Ellmer
CEO, Gründer & Inhaber der LPE Immobilien Management GmbH, München

Inhalt

Was hat die Bafin beschlossen?

Die Bafin hat den sogenannten sektoralen Systemrisikopuffer für Wohnimmobilienkredite von 2 % auf 1 % gesenkt. Banken müssen dadurch weniger Eigenkapital hinterlegen, wenn sie Kredite vergeben. Diese Lockerung erleichtert die Kreditvergabe – sowohl für private Käufer als auch für Unternehmen.

Warum ist das jetzt relevant?

Nach Jahren stark gestiegener Zinsen und gesunkener Immobilienpreise kommt nun eine Phase der Stabilisierung. Die Senkung des Kapitalpuffers ist das erste klare Signal, dass sich die Lage beruhigt – und ein Schritt, um die Kreditvergabe wieder zu erleichtern. Das kann für Investoren, Eigennutzer und Projektentwickler neue Spielräume schaffen.

Wer profitiert konkret von der Änderung?

  • Privatkunden mit begrenztem Eigenkapital: Banken haben wieder mehr Spielraum, auch kleinere Kreditvergaben zu ermöglichen.

  • Erstkäufer und junge Familien: Besonders in Städten wie München, wo die Einstiegshürden hoch sind, können Finanzierungen wieder greifbarer werden.

  • Käufer vermieteter Immobilien: Bei langfristigen Investmentstrategien wie Buy & Hold sinken die Finanzierungskosten leicht.

  • Bauträger & Projektentwickler: Mehr Flexibilität bei der Finanzierung kann neue Bauvorhaben wirtschaftlicher machen.

Was bleibt bestehen – und was bedeutet das für Kreditnehmer?

Trotz der Lockerung gelten weiterhin andere Puffer:

  • Antizyklischer Kapitalpuffer (0,75 %) bleibt bestehen

  • Die Zinsen sind weiterhin vergleichsweise hoch

  • Banken bleiben in der Prüfung strenger als vor 2022

Das heißt: Nicht jede Finanzierung wird automatisch günstiger – aber es entsteht wieder mehr Verhandlungsspielraum.

Welche Risiken bestehen weiterhin?

  • Marktlage bleibt angespannt: Baukosten, Nachfrage, Regulierung – der Markt bleibt komplex.

  • Unsicherheit in der Wirtschaft: Die robuste Lage am Arbeitsmarkt könnte kippen – das sieht auch die Bafin als Risiko.

  • Zinsniveau: Kurzfristig ist keine starke Senkung zu erwarten – Finanzierungen bleiben teurer als vor einigen Jahren.

Was bedeutet das für Eigentümer und Käufer konkret?

  • Jetzt prüfen: Wer aktuell überlegt zu kaufen, sollte Finanzierungsmöglichkeiten neu bewerten.

  • Konditionen vergleichen: Der Handlungsspielraum der Banken ist größer – individuelle Angebote lohnen sich.

  • Langfristig denken: Die Marktstabilisierung eröffnet Chancen für solide, langfristige Investments – vor allem bei Bestandsimmobilien in guten Lagen.

Fazit: Eine echte Chance für viele – aber kein Freifahrtschein

Die Bafin-Lockerung ist ein positives Signal – vor allem für alle, die in den letzten Monaten an hohen Anforderungen bei Finanzierungen gescheitert sind. Wer gut vorbereitet ist, kann jetzt profitieren.

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CEO, Gründer & Inhaber der LPE Immobilien Management GmbH, München

Über den Autor:

Lucas Peter Ellmer

Ausgebildeter Schreinergeselle, IHK-zertifizierter Verwalter sowie B.Sc. & M.Sc. der Betriebswirtschaftslehre. Als Gründer und Geschäftsführer der LPE Immobilien Management GmbH in München verantwortet er die kaufmännische Steuerung, Prozessdigitalisierung und KPI-basiertes Reporting – mit klarer Umsetzung im operativen Tagesgeschäft. Im Ratgeber verbindet er Handwerkspraxis und betriebswirtschaftliche Expertise und schreibt über WEG-/Mietverwaltung, Sanierungen im Bestand und transparente Steuerung für Eigentümer und Beiräte.

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